Schützenbruderschaft St. Johannes 1453 Udorf

Gegründet im Jahre 1453 ist der Udorfer Schützenverein nach dem Obermarsberger (1448) der älteste im Marsberger Stadtgebiet. Zu diesen Zeiten haben sich Bürgerwehren, sogenannte Schützengilden, gebildet, die die Anwohner vor verschiedenen Gefahren schützen (daher der Name) sollten: kriegerische (religiöse) Auseinandersetzungen, Überfälle etc. Sie haben somit eine Funktion ähnlich der unserer heutigen Polizei erfüll, allerdings mit militärischen Aspekten. Später kamen die Beschützung von vor allem religiösen Festlichkeiten als Aufgabe hinzu. Ab dem 17. Jahrhundert etwa ging die verteidigende Bedeutung von Schützengilden zurück, da bezahlte Söldner ihre Aufgaben übernahmen, stark beeinflusst durch den 30-jährigen Krieg (1618-1848). Währenddessen begannen die Schützen Feste mit Wettbewerben um den besten Schützen abzuhalten: die ersten Schützenfeste. Zudem wurde die Bindung zur Kirche, wichtige Instanz zu dieser Zeit, intensiviert. Dieser Prozess führte dazu, dass die Gilden sich in Bruderschaften umbenannten und einen Schutzheiligen wählten.

Im 18. und 19. Jahrhundert lösten sich zahlreiche Bruderschaften vor dem Hintergrund von Enteignungen und Verboten während der napoleonischen Herrschaft auf (Udorf wurde, wie ganz Westfalen zu dem Zeitpunkt von Napoleons Bruder Jérôme regiert). Nach der Restauration durch den Wiener Kongress im Jahre 1815 und den deutsch-französichen Kriegen (1869-1871) gründeten sich viele Schützenbruderschaften neu.

Während der beiden Weltkriege wurden keine Schützenfeste abgehalten. Allerdings fand in Udorf dennoch Feste statt. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden die Feste zunächst für einige Jahre von den Allierten untersagt. 

Dieser historische Abriss über das Schützenwesen basiert hauptsächlich auf diesem Wikipedia Artikel. Details zu der Geschichte der Schützenbruderschaft St. Johannesbruderschaft 1453 Udorf werden bald ergänzt werden.